Wie versprochen gibt es heute den zweiten Teil meines Wandertagebuches.
Wandertag 4
Ziel dieses Tages war die Lulworth Cove, welche 26km und 640hm entfernt war. Auch an diesem Tag strahlte die Sonne vom Himmel, ich konnte mein Glück kaum fassen!







An diesem Tag war ich das erste mal alleine unterwegs und wenn ich alleine sage, meine ich auch wirklich alleine. Denn nachdem ich Portland und Waymouth hinter mir gelassen hatte, begegnete ich über Stunden keiner Menschenseele. Nur Schafe und Kühe kreuzten hin und wieder meinem Weg. Besonders anstrengen an diesem Tag war das letzte Stück der Etappe, wo sich alle 640hm auf einmal anzuhäufen schienen. Ich glaube es waren vier Kliffs, die zu erklimmen waren. Dies bedeutete, dass ich mich steile Stufen rauf schleppen musste um auf der anderen Seite alles wieder abzusteigen. Am Ende der Schinderei erwarteten mich Durdle Door und Lulworth Cove.



Wandertag 5
Der vorletzte Wandertag war auch mein anstrengendster. Die Etappe war etwa 35km lang und es waren um die 1300hm zu bewältigen. Ursprünglich war mein Plan diese Etappe abzukürzen und einen Teil mit dem Bus zu fahren, denn ich traute mir diese lange Distanz nicht zu. Aber meine Freundin Melanie meinte, ich solle doch nicht so negativ eingestellt sein und es doch versuchen, es könnte ja ein guter Tag sein. Und so war es dann schließlich auch. Ich habe die volle Etappe tatsächlich geschafft, obwohl ich mir auf dem letzten Kilometer das Ziel der Etappe nur mehr herbeigesehnte. Denn meine Fußsohlen brannten wie Feuer und jeder Schritt wurde unerträglicher.
Auch dieser Tag war von Einsamkeit geprägt, über Stunden gab es nur das Rauschen der Wellen, die Kliffs, den Pfad und mich. Und wieder schien die Sonne vom Himmel, dennoch waren die Temperaturen sehr angenehm, was wahrscheinlich am starken Wind lag, der mich den gesamten Tag begleitete.







Wandertag 6
Am Morgen des sechsten Wandertages spührte ich die Strapzen vom Vortag in den Beinen, deshalb waren die letzten 13km und 150hm nicht so leicht zu bewältigen wie sie eigentlich waren. Anfangs führte mich der Weg auf einen Hügel, dann entlang der Klippen und schließlich über den Strand ans Ziel, welches South Haven Point war. In dem Moment an dem ich das Ziel erreichte, fing es an zu regnen. Es schien als sei der Southwest Coast Path traurig, dass ich ihn verlasse.


Bournemouth
Gleich nachdem ich meine Wanderung abgeschlossen hatte, bin ich mit dem Bus in die Küstenstadt Bournemouth gefahren. Die Stadt stellte sich als sehr schön heraus, mit vielen Parks und gepflegten Gärten. Leider hatte ich kaum Zeit mir die Stadt besser anzusehen, denn am nächsten Tag ging es gleich weiter nach Salisbury. Davon erzähle ich euch in meinem nächsten Blogeintrag.
Bis Bald,
eure Eva
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