Meine Schottlandrundreise hat in Edinburgh begonnen, davon habe ich euch ja schon erzählt. Danach ging es weiter nach Aberdeen, Inverness, Fort William und schließlich Glasgow.

Aberdeen, die graue Stadt
Der Tag, an dem ich nach Aberdeen reiste, begann nicht gut. Am Bahnhof von Edinburgh ist mir mein Smartphone aus der Hand geglitten und so unglücklich auf den harten Steinboden aufgeschlagen, dass der Berührungssensor der Displays nicht mehr funktionierte. Kurz gesagt, es war unbrauchbar. Ohne Smartphone bin ich aufgeschmissen, denn dort sind all meine Buchungen drauf, zudem verwende ich es als Uhr und Wegweiser. Es blieb mir also nichts anderes übrig, als in Aberdeen gleich ein neues Smartphone zu kaufen, was einiges an Zeit beanspruchte. Ich begegnete der Stadt also schon mit einem gewissen Unmut.
Aberdeen, so schien es mir, besteht größtenteils aus grauen Häusern und schien das genaue Gegenteil von Edinburgh zu sein. Während in Edinburgh die Straßen und Parks nur so von Menschen wimmelten, war Aberdeen abseits der Hauptstraße wie ausgestorben. Die Parks waren menschenleer und generell waren kaum Touristen in der Stadt.
Irgendwie konnte ich mich für diese Stadt nicht begeistern und war dann froh darüber am nächsten Tag gleich morgens einen Zug nach Inverness nehmen zu können.






Inverness
Inverness begrüßte mich mit strahlend blauem Himmel und Sonnenschein. Ich spazierte durch die Stadt und am Fluss Ness entlang und genoss die tolle Atmosphäre in der Stadt.




Am frühen Nachmittag fuhr ich mit dem Bus nach Loch Ness und besichtigte dort eine alte Burgruine namens Urquart Castel. Nessie konnte ich, trotz ganz genauem Hinsehen, leider nicht entdecken. Das Monster war wohl mal wieder zu fotoscheu. 😉



Fort William
Bereits in Inverness kann man erahnen welche Berglandschaft einem in Fort William erwartet. Auf meiner Busfahrt verwandelten sich die Hügel langsam in Berge. Und obwohl der höchste Berg nur um die 1300hm hoch ist, ragt er empor wie ein Riese. Der erscheint so groß, denn im Tal befindet man sich nur knapp über Meereshöhe. Fort William als Stadt hat nicht besonders viel zu bieten, dafür die Landschaft umso mehr. Da meine Zeit nicht für eine ordentliche Wanderung ausreichte, habe ich nur einen kleinen Spaziergang zu einer kleinen Burgruine gemacht.
Ursprünglich war geplant gewesen, zusammen mit Martin den Ben Nevis zu besteigen. Martin ist ein Student aus Kufstein, der in Aberdeen sein Auslandssemester machen wird und der aus persönlichen Gründen kurzfristig wieder nach Österreich fliegen musste. So haben wir die Besteigung auf ein unbestimmtes Datum verschoben. Zum wandern möchte ich also auf jeden Fall wieder nach Fort William kommen!


Glasgow
Um ehrlich zu sein, habe ich kaum etwas von Glasgow gesehen. Ich kam gegen Mittag an und musste mir erst mal den Weg quer durchs City Center zu meinem Hostel bahnen. Ich hatte schon gehört, dass Glasgow groß ist, aber dass es dann wirklich so riesig ist, überraschte mich. Menschenmassen zwängten sich durch die schmutzigen, düsteren, lauten Gassen, sodass ich froh war das City Center zu verlassen. Kaum eingecheckt habe ich mich auf den Weg zum Botanischen Garten gemacht, wo ich mit Miriam verabredet war. Miriam hatte ich in Oxford kennengelernt und sie war zufällig in Glasgow als ich auch dort war. Außerhalb des City Centers konnte die Stadt auch ihre Schönheit entfalten. Das schöne Wetter, es strahlte mal wieder die Sonne vom Himmel, verbreitete Sommerstimmung. In den Parks und Gärten genossen die Menschen ausgelassen die Sonne und die warmen Temperaturen. Nach einem kleinen Spaziergang im Park, setzten Miriam und ich uns in ein Kaffee. Schon war der Tag um und Glasgow hatte ich nicht wirklich kennen gelernt. Dies war mir aber auch relativ egal, denn ich war schon voller Vorfreude auf Sheffield und darauf endlich wieder ein eigenes Zimmer in einer Wohnung zu haben.

Gestern bin ich dann endlich in mein Zimmer eingezogen, mehr dazu gibt es im nächsten Beitrag.
Bis Bald,
eure Eva
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