Tag 1 – Meraner Höhenweg

Bergstation Hochmut bis Giggelberg

Heute Morgen ging es los… Hinter uns lagen Tage der Planung, Vorbereitung und letzte Shoppingerledigungen. Gestern wurde noch der Rucksack gepackt. Was muss mit, was kann zu Hause bleiben? Wird mir etwas fehlen oder ist der Rucksack zu schwer? Alles Fragen, die sich auf den nächsten ca. 80 Kilometern von selbst beantworten werden.

Der Wecker klingelte früh. Schnell noch mal überprüft, ob alles dabei ist, was mit soll, und rein in die Wanderklamotten. Es geht los!

In Dorf Tirol angekommen, gab’s erst mal einen Espresso und ein Croissant zur Stärkung, noch ein Selfie bei der Talstation der Seilbahn, und schon waren wir am Meraner Höhenweg.

Gleich auf den ersten Metern wären wir fast falsch gelaufen, trotz guter Beschilderung. Doch ein netter Herr hat uns den richtigen Weg gezeigt.
Es startete mit Stufen und wie sich bald herausstellen sollte, waren das nicht die letzten. Das 1000-Stufen-Tal war doch erst für den nächsten Tag geplant… War das hier schon die 3000-Stufen-Übung für morgen? Wir werden sehen. 😉

Trotz der frühmorgendlichen Uhrzeit war von frischen Temperaturen keine Spur. Ganz im Gegenteil, eine Beregnungsanlage spendete eine kurze Erfrischung, die aber nicht lange währte.

13,6 km standen auf dem Plan, mit 720 Höhenmetern. Ganz schön happig für den ersten Tag, doch wir waren noch zuversichtlich.

Schritt für Schritt, Meter für Meter, Kilometer für Kilometer ging es voran: durch verwunschene Feenwälder, entlang tiefer Schluchten mit atemberaubender Aussicht und nicht zu vergessen: die nicht genormten, nie enden wollenden Stufen.

Was am Morgen noch so fern schien, kam immer näher: unser Mittagessen! Nach ca. 10 Kilometern warteten die Knödel auf uns, von denen wir schon ab Kilometer 2 geträumt hatten.

Das Timing war perfekt, denn kurz nachdem wir auf der Terrasse der Nasereit-Hütte Platz genommen hatten, fing es an zu regnen. Wir saßen aber schön trocken an der Hauswand und beobachteten das Schauspiel der kurzen, immer wiederkehrenden Regenschauer.

Mit vollen Mägen und zumindest den Rucksack im Regenschutz gehüllt machten wir uns wieder auf den Weg. Ein Gewitter war nicht in Sicht, also probierten wir unser Glück. Der frische Nieselregen war tatsächlich erfrischend, doch kaum war er vorbei, war die Hitze noch schlimmer als vorher. Die Dusche war zum Glück nur noch wenige Kilometer entfernt, und nach etwa einer Stunde erreichten wir den Gasthof Giggelberg, unser Ziel für heute!

Jetzt hieß es nur noch: duschen, ausruhen, essen! Die 4-stündige Wanderung hatte uns ganz schön zugesetzt und hungrig gemacht.

Ach, wie schön ist es doch, nach einem langen Wandertag endlich am Ziel anzukommen und zu wissen: Jetzt ist Pause, zumindest bis morgen.

Nach einem kurzen, heftigen Gewitter, das wir gemütlich von der Panoramastube aus beobachten konnten, viel zu großen Essensportionen und der ein oder anderen Partie Mau-Mau und einem Watter ging’s ins Bett.

Wir sind gespannt, was uns morgen erwartet und vor allem, wie unser Körper den heutigen Tag überstanden hat.

Stay tuned. Fortsetzung folgt.

Liebe Grüße
Letizia und Eva


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