Tag 2 – Meraner Höhenweg

Giggelberg bis Katharinaberg

6:30 Uhr, der Wecker klingelte, die Sonne lachte, das Frühstück wartete. Unsere Beine fühlten sich erstaunlich gut an und nach einem reichhaltigen Frühstück ging es rein in die Wanderschuhe und weiter auf dem Meraner Höhenweg.
Der Plan für heute: 15,3 Kilometer, knapp 600 Höhenmeter bergauf und etwa 650 bergab. Das 1000-Stufen-Tal lag vor uns, doch nach gestern konnte uns eigentlich nichts mehr überraschen.

Motiviert starteten wir in den Tag, auch weil sich die Luft durch das Gewitter am späten Nachmittag und den Regen in der Nacht angenehm abgekühlt hatte. Die Stufen waren steil und mühsam, aber immer wieder wurden wir belohnt. Hängebrücken mit herrlicher Aussicht und ein erfrischender Wasserfall machten uns das Auf und Ab ein wenig leichter. Es war wirklich ein ständiges Rauf und Runter heute.

Auch mit anderen Wanderern ergaben sich nette Begegnungen. Immer wieder kreuzten sich unsere Wege im Laufe des Tages und es entstanden interessante Gespräche. Eine Sache verbindet uns alle: die Freude, auf dem Meraner Höhenweg unterwegs zu sein, und die Begeisterung für die großartige Landschaft.

Ein verfrühtes Mittagessen gab es bereits um 11 Uhr auf der Lintalm. Die nächste und letzte Einkehrmöglichkeit auf der heutigen Etappe hatte nämlich Ruhetag. Das Essen war lecker, die Getränke erfrischend und die Pause eine Wohltat für unsere Beine. Danach fühlten wir uns wieder gestärkt und machten uns auf die letzten sieben Kilometer. Leichter gesagt als getan, denn die Hitze war zurückgekehrt.

Wir hielten tapfer durch. Schritt für Schritt kamen wir unserem Ziel näher und ehe wir uns versahen, standen wir nach insgesamt fünf Stunden in Katharinaberg vor unserer Unterkunft.

Heute schlafen wir in einem alten Bauernhof aus dem 13. Jahrhundert, mit schmalen, steilen Treppen, schrägen Böden, schiefen Wänden und niedrigen Decken. Das alte Holzhaus hat einen ganz besonderen Charme. Wir sind gespannt, wie die Nacht wird.

Morgen geht es ins kühle Pfossental. Wir freuen uns schon, auch wenn wir einen kleinen Umweg machen müssen, da ein Teil des Meraner Höhenwegs gesperrt ist.

Stay tuned. Fortsetzung folgt.

Liebe Grüße
Letizia und Eva


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