Eishof, Pfossental bis Pfelders
Das Schöne an einer Mehrtagestour oder Weitwanderung ist zum einen, dem Ziel aus eigener Kraft immer näher zu kommen, und das in einer beeindruckenden Umgebung, und zum anderen die Menschen, denen man unterwegs begegnet.
Da wären zum Beispiel Klaus und Karola, die wir an den ersten beiden Tagen immer wieder getroffen hatten. Gemeinsam aßen wir zu Mittag auf dem Linthof, verloren uns dann aber leider wieder aus den Augen, da sie ihre Tour abbrechen mussten. Oder Susanne, Bernd und Michael, alte Schulfreunde, die seit 35 Jahren jedes Jahr gemeinsam eine Wanderwoche unternehmen. Und dann sind da noch Christina mit ihrem Freund Georg, ihren Eltern und Hund Yoda. Wir brachten ihnen das Watten bei und verbrachten dabei wirklich lustige Stunden.



Doch nun zu unserer Etappe vom Eishof nach Pfelders. Nach einem reichhaltigen Frühstück brachen wir früh auf und nahmen die Königsetappe des Meraner Höhenwegs kurz nach sieben Uhr in Angriff. Auf uns warteten zuerst 800 Höhenmeter Aufstieg zum Eisjöchl und danach stolze 1250 Höhenmeter Abstieg nach Pfelders.
Voller Motivation machten wir uns auf den Weg, mit dem Ziel, das knapp sieben Kilometer entfernte Eisjöchl in zwei Stunden zu erreichen. Die Landschaft faszinierte uns und zog uns in ihren Bann. Die Berge strahlten eine uralte Kraft aus, und in das Wasser der Bäche und Wasserfälle, so behauptet man am Eishof, hat vielleicht schon ein Dinosaurier gepinkelt oder Ötzi darin gebadet. Kurz gesagt: Es war einfach wunderschön.




Wir legten einige Fotopausen ein, entdeckten ein Murmeltier und plötzlich waren wir auch schon oben am Eisjöchl.
Dort genossen wir die Aussicht auf die umliegende Bergwelt, sowie die Stettiner Hütte und warteten auf Susanne, Bernd, Michael, Christina, Georg, Yoda und den Rest der Familie, die etwa eine Stunde später eintrafen. Wir verabredeten uns für eine Runde Watten auf der Lazinser Alm und machten uns bereit für den Abstieg.


Was dann folgte, war eine scheinbar endlose Odyssee aus Geröll, Hitze und Serpentinen. Die Alm war zwar in Sicht, rückte aber gefühlt kaum näher. Nach einer Stunde und zehn Minuten kamen wir endlich an. Ein frischer Holundersaft, Kaiserschmarrn und Topfenknödel belohnten uns für den mühsamen Abstieg.
Kaum waren Christina und Georg eingetroffen, wurden auch schon die Wattkarten ausgepackt. Leider wurde Letizia über die gesamte Tour hinweg von einer wahren Pechsträhne verfolgt, oder war es doch Evas Glückssträhne? Jedenfalls konnte Letizia keinen einzigen Sieg für sich verbuchen.
Nach einigen gemütlichen Stunden auf der Alm machten wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft in Pfelders, die noch etwa eine Stunde entfernt lag. Nach einer erfrischenden Dusche und einem wirklich köstlichen Abendessen war es auch schon Zeit fürs Bett. Aber nicht, ohne vorher noch die Herz Jesu Feuer auf den umliegenden Bergen zu bewundern.

Dies war die vorerst letzte Etappe. Das letzte Stück über die Spronser Seen holen wir nach, bei beständigerem Wetter und angenehmeren Temperaturen. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
Bis bald!
Letizia und Eva
Hinterlasse einen Kommentar