#20 Noch eine Woche

Heute in genau einer Woche werde ich wieder Festland betreten und ich blicke diesem Zeitpunkt mit einem lachenden und auch einem weinenden Auge entgegen.

Natürlich freu ich mich auf zu Hause, auf meine Familie, auf meine Freunde, auf die Berge, auf das Essen! Vor knapp fünf Monaten machte ich mich auf den Weg nach England und doch kommt es mir nicht länger als drei Wochen vor. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich mich hier so wohl fühle. Das macht es wiederum schwer alles hinter mir zu lassen. Ich habe hier sehr viel erlebt und tolle neue Freunde gefunden. Auch habe ich mich, man mag es kaum glauben, an das Stadtleben gewöhnt und ich glaube ich werde es tatsächlich ein bisschen vermissen wenn ich dann wieder zu hause bin.

Morgen werde ich in meine letzte Vorlesung gehen und wenn es gut läuft auch meine ganzen Assignments abschließen. Auch muss ich langsam anfangen meine Koffer zu packen und nach und nach reisen meine Freunde hier dann auch nach hause.

Ihr merkt schon, es fällt mir schwer mich von England zu verabschieden. Aber die Vorfreude auf Südtirol, die Vorfreude euch wieder zu sehen ist größer und spätestens am Flughafen werde ich mit England abschließen können.

Aber genug davon. Natürlich zeige ich euch wieder ein paar schöne Bilder. Aber zuvor muss ich euch erzählen was seit meinem letzten Blogeintrag passiert ist. Ich lasse mal die fast täglichen Besuche in der Bibliothek, wo ich Stunden mit meinen Hausarbeiten verbracht habe, außen vor. Nach meinem Irland Trip kamen meine Schwestern Valentina und Lena und auch auch Lukas, der Freund von Lena zu besuch. Ich habe die drei am Flughafen in Birmingham abgeholt, natürlich nicht ohne mir vorher die Stadt anzuschauen.

Birmingham ist die zweitgrößte Stadt in UK aber mit einer Million Einwohner deutlich kleiner als London (die Hauptstadt hat nämlich über acht Millionen). Dennoch war ich überwältigt von den Menschenmassen, die sich durch Birmingham zwängten. Es war ein Samstag und offensichtlich wollte jeder auf den Weihnachtsmarkt und schon einige Weihnachtsgeschenke besorgen. Durch die Vielzahl der Menschen war ich mehr damit beschäftigt mir einen Weg durch die Massen zu bahnen, als mir was von der Stadt anzusehen. Dennoch, das was ich gesehen habe, hat mir sehr gut gefallen.

Wieder zurück in Sheffield haben Valentina, Lena, Lukas und ich in drei Tagen den Weihnachtsmarkt erkundet, mehrere Restaurants besucht, waren in einem Shoppingcenter bummeln, haben Lasertag gespielt, waren in einem Park und auch im Museum.

(PS: die folgenden Bilder vom Park habe ich letzte Woche gemacht, deshalb liegt da ein bisschen Schnee)

Ein weiteres Highlight seit meinem letzten Blogeintrag war Lincoln. Lincoln ist eine Stadt im Westen Englands, nicht weit von der Küste entfernt und berühmt für seinen Weihnachtsmarkt. Und genau den habe ich mir angeschaut. Auch hier haben mich die Menschenmassen am Bahnhof umgehauen, aber zum Glück merkte man in der Stadt selbst nicht mehr viel davon.

Lincoln ist eine mittelalterliche Stadt mit einem Schloss und einer Kathedrale auf einem Hügel, auf dem auch der Weihnachtsmarkt platziert ist. Alina und ich schlenderten gemeinsam durch die Stadt auf den Hügel zum Weihnachtsmarkt und haben uns ganz nebenbei ein bisschen in das Städtchen verliebt. Es verzaubert einem einfach mit seinen lieben Gässchen, den alten Häusern, den schnuckligen Cafes und den kleinen Geschäften (zumindest im oberen Teil der Stadt).
Sollte es mich je wieder in diesen Teil Englands verschlagen, werde ich mir mit Sicherheit Lincoln nochmal anschauen. Das nächste mal dann aber nicht wenn so viel los ist.

Bis bald in Südtirol,

eure Eva


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